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Allein im Jahr 2022 hat die Öl- und Gasindustrie weltweit vier Billionen Dollar Gewinn eingefahren. Kein Wunder, dass in demselben Jahr die CO2-Emissionen einen neuen globalen Höchststand erreichten. Gibt es eigentlich irgendwo jemanden, der die Klimakrise wirklich ernst nimmt?

In festem Würgegriff steckt dieser Planet durch riesige Unternehmen mit diesen Namen:

  • Shell
  • ExxonMobil
  • TotalEnergies
  • BP

Sehr wohl hätten sie die finanziellen Möglichkeiten, in die grüne Transformation gewinnbringend zu investieren, aber sie tun es nicht, denn noch winken satte Gewinne bei langfristig angelegten Öl- und Gasprojekten, Klimakrise hin oder her. Parallel dazu gefährden Extremwetter, Hitzewellen, Waldbrände, Überflutungen und Bergschläge das Leben von Millionen Menschen, Tendenz immer weiter zunehmend.

Die ganz großen CO2-Produzenten werden unter anderem als „Kohlenstoff-Giganten“ (Carbon Majors) bezeichnet. Die Non-profit-Organisation „Carbon Disclosure Project“ kam bereits 2017 zu dem Ergebnis, dass die 100 größten dieser Unternehmen seit 1988 über 70 Prozent aller fossilen Treibhausgase verursacht haben, wobei die Hälfte davon auf die Kappe von nur 25 Unternehmen geht und darunter befinden sich die oben genannten vier Öl-Multis.

Große Töne spucken kostet nix

Es ist erst ein paar Jahre her, dass Shell großspurig ankündigte, bis zum Jahre 2030 die Ölförderung um circa 20 Prozent zu kürzen. Im Juni 2023 behauptete CEO Wael Sawan, dass dieses Klimaschutz-Ziel schon erreicht worden ist. Richtig ist, dass lediglich entsprechende Anteile an einem texanischen Ölfeld verkauft worden sind, wodurch nun der US-Konkurrent ConocoPhillips der formale Verursacher ist und sich im Gegenzug die Klimabilanz der Briten auf dem geduldigen Papier reiner Statistik etwas aufgehellt hat.

Bei anderer Gelegenheit erklärte Sawan, dass es gefährlich und unverantwortlich sei, die fossile Produktion zurückzufahren, da dadurch die Lebenshaltungskosten der Menschen in die Höhe schießen könnten. Dies sehen Experten der Europäischen Zentralbank ganz anders, indem sie konstatieren, dass der Wandel hin zu grüner Energie nicht nur dem Klima nützt, sondern ebenfalls dem Geldbeutel der Verbraucher, wenn das politische Management alles richtig macht. Nun, die zuletzt genannte Bedingung klingt mir sogleich nach einem Ausschlusskriterium.

Der allgemeine Verdruss gegen Russland hat massive Folgen

Infolge der vielen Sanktionen gegen Russland schossen die Preise für Gas und Öl in die Höhe, was Shell gar nicht so schlecht fand. In 2022 konnte der Konzern seine Profite nicht zuletzt wegen der sogenannten Übergewinne auf knapp 40 Milliarden Dollar verdoppeln, ein Wert, der in der 115-jährigen Firmengeschichte noch nie erreicht wurde.

Auch Patrick Pouyanne, CEO von TotalEnergies, möchte offiziell klimafreundlichere Energien fördern. Aber Rücksicht auf die Aktionäre müsse er schon nehmen. Überdies seien fossile Investments im Sinne der Verbraucher, denn sonst würden die Benzin-, Diesel- und Heizölpreise bis auf das Dreifache steigen. TotalEnergies fuhr in 2022 einen Rekordgewinn von mehr als 20 Milliarden Dollar ein.

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Die Wissenschaft warnt weiter

Wenn wir weiter in fossile Energien investieren, wird es bald für Millionen von Menschen lebensgefährlich, auf diesem Planeten zu leben. Das 1,5-Grad-Ziel des Pariser Klimaschutzabkommens von 2015 ist völkerrechtlich bindend, weil eine Erhitzung, die darüber hinausgeht, für die Menschheit nicht mehr zu bewältigen ist.

Eine japanische Studie von 2022 beschäftigte sich mit der Kommunikation von BP, Shell, Chevron und ExxonMobil während der Zeit zwischen 2009 und 2020. Heraus kam dabei, dass allen voran die europäischen Konzerne Shell und BP signifikant häufiger über das Klima, den Wandel und das Adjektiv kohlenstoffarm sprechen als in der Zeit davor. Ihr Investitionsverhalten habe sich aber absolut nicht verändert oder gar in diese Richtung bewegt. Aus diesem Grunde sei der Begriff des „Greenwashings“ hier mehr als angebracht.

Dabei wusste gerade die Öl- und Gasindustrie früh Bescheid

Ausgerechnet Wissenschaftler im Dienste von ExxonMobile haben schon in den 1970er-Jahren den CO2-Anstieg einschließlich der Erderwärmung vorhergesagt. Ein konzerninternes Dokument gab bereits 1981 zu, dass es „eindeutig möglich“ sei, dass Emissionen des Unternehmens zukünftig „katastrophale Auswirkungen haben“ könnten.

Darauf reagierte der Konzern aber mit einer Desinformationskampagne. Im Jahre 1984 erschien in der New York Times eine Werbeanzeige von ExxonMobil, die aber eher als Artikel getarnt war. Darin wurde von einer Professoren-Tochter berichtet, die geradezu am Boden zerstört war, nachdem ihr in der Schule der Treibhausgaseffekt beigebracht worden war. Daraufhin habe sich ihr Vater die Schulbücher mal genauer angeschaut und deren völlige Unausgewogenheit bemängelt. Und der Konzern stimmte in dieses Konzert mit der Forderung ein, dass Kinder nicht von der Wissenschaft verängstigt werden dürfen.

Shell gab bereits 1981 eine Studie zum Treibhauseffekt in Auftrag, 1988 wurde das Ergebnis „vertraulich“ eingestuft, weil drinstand, dass die fossilen Emissionen die Haupttreiber des Treibhausgaseffekts sind. Außerdem wurde darin bemerkt, dass es zu spät sein könnte noch gegenzusteuern, wenn die globale Erwärmung klar zu messen ist. UN-Generalsekretär António Guterres argumentierte jedenfalls im Februar 2023 in Richtung der Carbon Majors sehr treffend: „Euer Kernprodukt ist unser Kernproblem.“

Der Mix ist entscheidend

Entgegen dem Mainstream gibt es eine ganze Reihe von Wissenschaftlern, die Zweifel daran äußern, dass das Kohlendioxid der alleinige Schuldige an den deutlich zu spürenden Facetten des Klimawandels ist. Was die verschiedenen Industriezweige global in die Atmosphäre blasen, ist eben nicht nur CO2, sondern ein hochgradig toxischer Cocktail aus verschiedenen giftigen Gasen und Stäuben.

In der Naturheilkunde wissen wir, dass der Körper eine einzige Giftquelle wie moderaten Alkoholgenuss noch ganz gut und auch lange wegstecken kann. Treten aber auch noch Rauchen und eine zucker- und fetthaltige Ernährungsweise hinzu, überfordert alles zusammen die Selbstheilungskräfte eines Organismus‘. Dies gilt so auch im Großen für unseren Planeten.

Die Natur hätte wahrscheinlich die Möglichkeit, sich zu regenerieren, wenn wir ein paar Kohlekraftwerke betreiben und mit dem Auto zur Arbeit fahren, aber wenn wir parallel dazu jahrelang sinnlose Kriege führen, wo Panzer und Tanklager explodieren und Raketen aufsteigen, um ganze Städte in Schutt und Asche zu legen, dann ist unser Planet darüber nicht mehr amüsiert.


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Beitragsbild: pixabay.com – stevepb

Dieser Beitrag wurde am 03.08.2023 erstellt.